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 ÜBER UNS

Die Vereinschronik

Die Turnerschaft Mariahilf wurde 1922/23 von einer Gruppe IdealistenInnen wie Karl Bittner, Karl und Fritz Reichl, Emil Kopath, Paul Krumpholz, Leopoldine Nowak, Rupert Schmidt, Martha Tauscher und Gustav Wessely gegründet und in den Verband der Christlich-Deutschen Turnerschaft Österreich aufgenommen. Ab dem 8.12.1923 leitete nach einer kurzen Amtszeit von Gustav Wessely Karl Bittner die Geschicke des Vereines. Aus einem Monatsbericht aus dem Jahre 1925 kann man ersehen, wie rasch sich die Turnerschaft hier im Bezirk etablieren konnte. Man zählte schon 404 Mitglieder, wobei 149 der Knaben-, und 117 der Mädchenabteilung angehörten. Es wurde auf drei Turnplätzen in den umliegenden Schulen geturnt, wobei es Abteilungen für Damen, Herren, Mädchen und Knaben gab.

In den folgenden Jahren erweiterte man den Verein durch Abteilungen für Fangball, Gesundheitsturnen, Leichtathletik, sowie durch eine Wander- und Theatergruppe. Einnahmen aus dem Betrieb eines Eislaufplatzes in der Dunklergasse ermöglichten die Anschaffung von Turngeräten.

So florierte der Verein, bis es im Jahre 1938 zur Verhaftung des Obmannes Karl Bittner und zur Beschlagnahme des Vereinsvermögens kam. Am 3. Jänner 1939 ging schriftlich der Bescheid zur zwangsweisen behördlichen Auflösung der christlich-deutschen Turnerschaft Mariahilf ein.

Der 2. Weltkrieg forderte auch unter den Mitgliedern seine Opfer. Den 31 gefallenen Turnbrüdern wurde durch das Anbringen einer Gedenktafel in der Gumpendorfer Pfarrkirche zu St. Ägyd ein treues Andenken bewahrt.

1945 kam es erneut durch Karl Bittner, der das beschlagnahmte Eigentum der Turnerschaft Mariahilf aktivierte, zur Wiedergründung des Vereines und zur Aufnahme in den Verband der Österreichischen Turn- und Sportunion. Wie vor 1938 übernahm wieder Karl Bittner als Obmann die Leitung. Ihm zur Seite standen viele ehemalige treue Mitglieder, die ihm beim Wiederaufbau halfen. Schon bald konnten Abteilungen für Mädchen- und Knabenturnen, Jungturnerinnen und Jungturner, sowie Turnerinnen und Turner eingerichtet werden. Erweitert wurde das Angebot im Laufe der Jahre durch Abteilungen für Damen- und Er&Sie-Gymnastik, Aerobic, sowie Kleinkinder- und Eltern-Kindturnen Die Mitgliedern der Turnplätze nahmen an zahlreichen Wettkämpfen teil und konnten so manch gute Platzierung, sowohl in Einzel-, als auch in Riegenmeisterschaften nach Mariahilf bringen.

Ein besonderes Ereignis, auf das alle heute noch stolz sind, war das vereinseigene Schauturnen in der Stadthalle anlässlich des 50-jährigen Bestehens unseres Vereines. Auch der siebzigste Geburtstag wurde festlich in der Altgasse in Hietzing mit sportlichen Beiträgen aller Abteilungen gefeiert.

Um den laufenden Herausforderungen eines modernen Sportvereines, der sich schwerpunktmäßig dem Breitensport widmet, gerecht zu werden, wird unser Angebot laufend den Erfordernissen angepasst. So wurden in den letzten Jahren Abteilungen für Wirbelsäulen- & Ausgleichsgymnastik, Seniorengymnastik, Step-Aerobic, Volleyball, Badminton, Klettern, Rope-Skipping, Jazz-Dance, Sportakrobatik und Fit-Kids geschaffen. Insgesamt bieten wir derzeit über 20 verschiedene Sportangebote an. Darüber hinaus sind noch zwei eigenständige Sektionen in den Verein eingegliedert, nämlich Basketball und Fußball, die mit ihren Mannschaften in der Meisterschaft vertreten sind.

Neben dem laufenden Sportbetrieb gibt es jedes Jahr wiederkehrende Veranstaltungen, die von unseren Verantwortlichen mit sehr großem Erfolg durchgeführt werden. Dazu zählen neben den sportliche Ereignissen, wie die Sommerspiele mit Beteiligung auch anderer Wiener Vereine, die vereinseigene Sportwoche in Niederöblarn, die für viele unserer Mitglieder schon zur fixen Urlaubsplanung gehört, auch gesellschaftliche Ereignisse wie die Erwachsenen- und Kinderweihnachtsfeier, der Vereinsball, das Kinderfaschingsfest und noch viele laufende Veranstaltungen in unserem Vereinsheim, die sowohl von unseren Mitgliedern als auch deren Freunden gerne besucht werden.

Da dem Verein die Kommunikation zu seinen Mitgliedern stets wichtig war, gab es bereits zu Beginn ein einseitiges Mitteilungsblatt, das sich im Laufe der Zeit zu einem 16-seitigem Vereinsmagazin entwickelt hat, welches 4 Mal im Jahr erscheint und allen Mitgliedern zugesandt wird.

Auf Grund des ständig erweiterten Angebotes verzeichneten wir in den letzten Jahren kontinuierlich ansteigende Mitgliederzahlen, wobei sich ein signifikanter Zuwachs auf den Senioren- und Kinderplätzen feststellen lässt. Diese Erfolge sind zu einem hohen Anteil unserer engagierten Fachschaft zu verdanken, die ihr in Kursen und Seminaren erworbenes Wissen auf den einzelnen Turnplätzen unseren Mitgliedern weitergibt. Darüber hinaus sind die Fachreferenten immer bemüht, für alle Abteilungen entsprechende PlatzleiterInnen und VorturnerInnen zu finden. Dies gestaltet sich nicht immer leicht und bereitet zu Semesterbeginn so manche schlaflose Nacht, ob alle in unserem Programm angegebenen Plätze letztlich auch besetzt werden können. Aber Gott sei Dank ist dies bis jetzt immer noch gelungen und ich hoffe, dass wir auch in Zukunft diese große Schar von über 50 ehrenamtlich tätigen PlatzleiterInnen, VorturnerInnen und HelferInnen halten und motivieren können, denn vor allem von ihnen wird der Weiterbestand des Vereines abhängen. Leider gehen alle Anzeichen dahin, daß die öffentliche Hand die Bedeutung der Arbeit, die wir alle in sozialer, gesundheitspolitischer, und auch gesellschaftlicher Hinsicht als Ehrenamtliche in den Vereinen leisten, nicht ausreichend zu schätzen weiß. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass wir als gemeinnütziger Verein keine finanziellen Unterstützung mehr erhalten sollen. Trotz dieser Situation sehen wir uns den Mitgliedern verpflichtet und freuen uns über die Erfolge, die wir als VorturnerIn auf unseren Plätzen erleben und die uns auch die Kraft für unsere Arbeit in Zukunft geben sollen.

Die Gemeinschaft des Vereines soll uns immer Verpflichtung bleiben, um auf überparteilicher Grundlage Sport aus Freude, Gesunderhaltung und sinnvoller Freizeitgestaltung bis hin zum Leistungssport zu betreiben und darüber hinaus zur freundschaftlichen Bindung, zum gesellschaftlichen Kontakt und zur Persönlichkeitsbildung einen Beitrag zu leisten.

Es würde den Rahmen sprengen, sollte man alle jene hier erwähnen, die im Laufe der 80 Jahre des Bestehens für den Verein sehr viel Idealismus und Engagement aufgebracht und Freizeit geopfert haben. Stellvertretend möchte ich hier all jene anführen, die als Obmänner die Hauptverantwortung getragen haben:

Gründungsjahre

1922/23

Gustav Wessely

 

1923 - 1938

Karl Bittner

 

1938/39

behördliche Auflösung des Vereins

 

1945

Wiedergründung

 

1945-1962

Karl Bittner

 

1962-1971

Anton Marik

 

1971-1973

Hans Isda & Anton Fesl

 

1973-1975

Hans Porosel & Anton Fesl

 

1975-1984

Hans Porosel

 

1984-1999

Anton Huber

 

1999-2008

Gudrun Bayer

 

2008-2011

Andreas Greif

 

2011-

Andreas Greif

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